Ratgeber · 5 Min. Lesezeit · Stand November 2026
Fernwärme oder Wärmepumpe? So entscheiden Sie in Wien
In vielen Teilen Wiens ist nicht die Wärmepumpe die erste Option, sondern die Fernwärme. Das steht so auch in den Förderregeln des Bundes. Wir bevorzugen nicht blind die Wärmepumpe: Hier steht, wann sie die bessere Wahl ist und wann nicht.

Schritt 1: Wiener Wärmeplan ansehen
Der Wiener Wärmeplan 2040 zeigt, wo Fernwärme vorhanden ist oder in Zukunft verfügbar sein wird. Die Stadt will, dass Fernwärme bis 2040 einen großen Teil der Wärme liefert. In Randlagen mit Einfamilienhäusern wird sie oft nicht ankommen.
Schritt 2: Fernwärme-Vorrang prüfen
Ist ein Anschluss an klimafreundliche Nah- oder Fernwärme möglich, wird die Wärmepumpe vom Bund nur gefördert, wenn der Anschluss unzumutbar ist. Das gilt, wenn die Alternative mindestens 25 Prozent weniger kostet. Antwortet der Betreiber nicht binnen drei Monaten, ist die Alternative ebenfalls zulässig.
Wofür Fernwärme spricht
Keine Technik im Haus, kein Außengerät, wenig Platzbedarf und oft die einfachste Lösung im Mehrparteienhaus. Die Heizkosten hängen aber vom Tarif ab. Fernheizung lag im September 2026 um 5,1 Prozent über dem Vorjahr.
Wofür die Wärmepumpe spricht
Sie entscheiden selbst über Technik und Standort, können mit eigenem Solarstrom kombinieren und bleiben unabhängig von einem Netz. Strom kostete im September 2026 um 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Im freistehenden Haus ohne Netz ist sie meist die naheliegende Lösung.