Technik · 5 Min. Lesezeit · Stand November 2026
Wärmepumpe mit Heizkörpern: Geht das ohne Fußbodenheizung?
Ja, das geht. Fußbodenheizung ist nicht nötig. Die Frage ist, wie heiß das Wasser an den kältesten Tagen sein muss, damit es warm bleibt.

Warum die Temperatur so wichtig ist
Je kleiner der Abstand zwischen Außenluft und Heizwasser, desto weniger Strom braucht die Pumpe. Jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Jahresarbeitszahl. Darum sind große Heizflächen so wertvoll.
Der Selbsttest
Senken Sie an einem kalten Tag die Heizkurve Ihrer Gas- oder Ölheizung schrittweise ab und drehen Sie die Thermostate ganz auf. Bleibt es bei 50 bis 55 °C warm, sind die Voraussetzungen gut. Notieren Sie Außentemperatur und Vorlauf, das hilft bei der Planung.
Bleiben nur einzelne Räume kalt, reicht oft der Tausch dieser Heizkörper gegen größere Modelle. Das ist deutlich günstiger als ein neues Heizsystem.
Die 40-Grad-Falle in Wien
Der Bund erlaubt 55 °C. Die Stadt Wien verlangt grundsätzlich höchstens 40 °C, höher geht es nur mit besonders effizienten Geräten. Wer mit alten Heizkörpern plant, kann also die Stadt-Förderung von bis zu 8.000 € verlieren, wenn das nicht vorab geklärt ist. Fragen Sie im Angebot gezielt danach.
Was sonst hilft
Hydraulischer Abgleich, gedämmte Leitungen und neue Thermostatventile kosten wenig und bringen viel. Fenster und Dämmung senken die Heizlast, sind aber nicht Teil der Kesseltausch-Förderung.