Wärmepumpe im Altbau
Ein altes Haus schließt eine Wärmepumpe nicht aus. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern wie heiß Ihr Heizwasser an den kältesten Tagen sein muss.
- Heizlast statt Baujahr
- Heizkörper prüfen
- Vorlauf: Bund 55 °C, Wien 40 °C

Der einfachste Test im eigenen Haus
Drehen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Gas- oder Ölheizung an einem kalten Tag schrittweise zurück. Bleiben die Räume bei 50 oder 55 °C warm, sind das gute Voraussetzungen. Schreiben Sie die Werte auf, sie helfen bei der Planung.
Heizlast berechnen, nicht schätzen
Die Heizlast sagt, wie viel Leistung Ihr Haus am kältesten Tag braucht. Die alte Kesselgröße ist kein Maßstab, viele Kessel sind überdimensioniert. Eine zu große Wärmepumpe taktet und läuft schlechter, eine zu kleine braucht zu viel Heizstab.
Oft reichen einzelne Maßnahmen
Häufig genügt es, einzelne kleine Heizkörper zu tauschen, Leitungen zu dämmen und das Heizsystem hydraulisch abzugleichen. Eine Vollsanierung ist nicht immer nötig. Dämmung senkt aber die Heizlast und damit die Anlagengröße.
Wenn es nicht passt, sagen wir das
Hohe Vorlauftemperaturen, kein Aufstellort oder ein nahes Fernwärmenetz können gegen die Wärmepumpe sprechen. Dann ist es besser, das vor dem Kauf zu wissen.
Stand November 2026. Es gelten die Bedingungen der Förderstellen. Quellen: Informationsblatt Kesseltausch Neuauflage, Version 10/2026, FAQ Kesseltausch, Version 10/2026.
Fragen zu: Wärmepumpe im Altbau
Brauche ich Fußbodenheizung?
Nein. Eine Wärmepumpe läuft auch mit Heizkörpern, wenn diese groß genug sind. Fußbodenheizung erlaubt aber niedrigere Vorlauftemperaturen und damit einen besseren Wirkungsgrad.
Muss das Haus gedämmt sein?
Nicht zwingend. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur. Dämmung verbessert aber die Effizienz und senkt die Kosten der Anlage.
Ab welcher Vorlauftemperatur wird es kritisch?
Für die Bundesförderung sind höchstens 55 °C erlaubt, für die Stadt Wien grundsätzlich höchstens 40 °C. Darüber sinkt auch die Effizienz deutlich.
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