Technik · 4 Min. Lesezeit · Stand November 2026
Heizlast berechnen: Warum die alte Kesselgröße nichts sagt
Viele Kessel sind größer ausgelegt, als das Haus es braucht. Wer die alte Leistung übernimmt, kauft leicht eine zu große Wärmepumpe.

Was die Heizlast ist
Die Heizlast ist die Leistung, die Ihr Haus am kältesten Auslegungstag braucht, um die Räume warm zu halten. Sie hängt von Wänden, Fenstern, Dach, Lüftung und Standort ab. Eine saubere Berechnung erfolgt raumweise nach Norm.
Erste Schätzung mit dem Verbrauch
Teilen Sie den Jahresverbrauch in Kilowattstunden durch rund 2.000 Vollbenutzungsstunden. Beispiel: 20.000 kWh Gas im Jahr ergeben grob 10 kW. Das ist nur eine Faustregel und ersetzt nicht die Berechnung, ist aber ein guter Gegencheck zum Angebot.
Warum zu groß schadet
Eine überdimensionierte Anlage taktet, also schaltet häufig ein und aus. Das kostet Effizienz und belastet den Verdichter. Zudem wird sie teurer. Eine zu kleine Anlage braucht öfter den Heizstab, und der läuft direkt mit Strom.