Kosten · 4 Min. Lesezeit · Stand November 2026
Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe? Ein Rechenbeispiel
Die Rechnung ist einfach: Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl. Ein Haus mit 20.000 kWh Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,3 braucht rund 6.000 kWh Strom im Jahr.

Die Formel
Nehmen Sie Ihren Gasverbrauch der letzten Jahre. Ein Teil davon ging als Verlust im Kessel verloren, rechnen Sie grob 10 bis 15 Prozent ab. Teilen Sie das Ergebnis durch die Jahresarbeitszahl. Diese beschreibt, wie viel Wärme die Anlage im Jahresschnitt je Kilowattstunde Strom liefert.
Ein Beispiel mit Ihren Zahlen
23.000 kWh Gas, abzüglich rund 13 Prozent, ergeben etwa 20.000 kWh Wärme. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,3 sind das rund 6.060 kWh Strom. Multiplizieren Sie das mit Ihrem Arbeitspreis samt Netz und Abgaben. Bei angenommenen 28 Cent pro Kilowattstunde wären das rund 1.700 € im Jahr.
Das ist ein Rechenbeispiel, keine Prognose. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein. Der Vergleich mit Ihrer letzten Gasrechnung zeigt den Unterschied.
Was die Zahl verbessert
Niedrigere Vorlauftemperatur, richtige Auslegung, wenig Heizstab und saubere Einregulierung. Eine PV-Anlage senkt den Netzstrom vor allem bei Warmwasser und in der Übergangszeit.
Energiepreise im Blick
Laut Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur war Strom im September 2026 um 9,3 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Erdgas lag um 11,8 Prozent höher, Heizöl um 63,1 Prozent. Solche Werte schwanken, darum rechnen Sie mit mehreren Szenarien.